SUPERNOVA2016

Am Abend des 20. August 2016 präsentierten junge Tschechen ihre Kurzfilme, welche im Rahmen des Projektes SUPERNOVA in den Monaten davor entstanden sind.

Ihre Arbeit bestand darin, sich mit den Geschichten derjenigen zu beschäftigen, welche vor über 70 Jahren ebenfalls in Prag, Sternberg, dem Altvatergebirge oder Hohenelbe lebten. Im Laufe der Projektzeit traf die Neugier der Jungen auf die Erfahrungen der Alten. Flucht und Vertreibung war das Thema zahlreicher Gespräche, die zwischen den Teilnehmern stattfanden. Erinnerungen an die Orte der Kindheit, das Ende des Krieges sowie die Erzählungen über das Finden eines neuen Zuhauses in Deutschland bildeten die Grundlage, aus der vier Kurzfilme entstanden.

supernova-zeitungsartikel

Revue des Supernova-Filmabends am 20. Aug 2016

SUPERNOVA 2016

Idee
Erfahrungen bestimmen das Handeln. Wie sie das tun, lässt sich kaum eindeutig bestimmen. Wenn es nicht die eigenen Erfahrungen sind, sondern Geschichten, dienen sie uns zur Orientierung. Es fällt leichter ihnen mit Skepsis zu begegnen und sie neu zu interpretieren. Für die Geschichten ist Erfahrung ebenso wichtig wie die Neugier. Das eine haben die Alten das andere brauchen die Jungen.

Es sind die persönlichen Erlebnisse der Zeitzeugen von Flucht und Vertreibung, welche das Ende des zweiten Weltkrieges mit ihren jugendlichen Augen sahen. Ihre Erinnerungen an das Alte und Eindrücke vom neuen Zuhause sind das Thema unseres Projekts. Wir wollen Deutsch-Tschechischen Austausch und das Bewusstsein für das
Nachbarland stärken. Zusammen mit jungen Tschechen, die sich für jene Geschichten interessieren, welche ihr Land mit unserem verbindet, reflektieren wir die Geschehnisse und fragen nach.

Konzept:
Junge Tschechische Filmer produzieren in der Vorbereitungsphase zwischen Juni und August mehrere Kurzfilme in Zusammenarbeit mit in Deutschland lebenden Zeitzeugen. Am 20. August werden diese bei einer öffentlichen Präsentation in Bayreuth vorgeführt. Die Konversation zwischen Gästen und Teilnehmern wird bei einer sich anschließenden Podiumsdiskussion von einem Moderator geleitet.

Realisierung:
Mit Hilfe des Deutsch-Tschechischen Netzwerks knüpfen wir den Kontakt zu Zeitzeugen und jungen Tschechen. Über Universitäten und Hochschulen aus Bayreuths Partnerstadt Prag6 sowie anderen geschichtsträchtigen Orten Tschechiens werben wir junge Filmemacher. Diese bekommen den Auftrag, mit den Erzählungen von Flucht und
Vertreibung zu arbeiten, die Geschichten für sich selbst zu hinterfragen und dokumentarische bis experimentelle Kurzfilme entstehen zu lassen.

Innerhalb von zwei Monaten treffen sich dafür Filmer und Zeitzeugen auf Videokonferenzen. Mit von der Partie sind Dolmetscher und Projektleiter als Vermittler und Koordinatoren. Die Erfahrungen von früher verbinden sich auf diese Weise filmisch mit dem Tschechien von heute.

Am 20. August 2016 laden wir die Filmer nach Bayreuth ein, ihre Kurzfilme vorzustellen. In einem ganztägigen Workshop bereiten wir die Präsentation für den Abend vor.
Die Werke werden dann mit einleitenden Kommentaren von den Filmern und Zeitzeugen der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Anschluss an die Filmvorführungen äußern sie sich im Gespräch mit einem Moderator zu der Entwicklung des Projektes. Die Gäste sind eingeladen, sich an der Podiumsdiskussion zu beteiligen.

Die Anreise der Filmer ist für Freitagabend den 19.08.2016 vorgesehen. Am Samstag, den 20.08.2016, findet der Workshop zur Vorbereitung des Abendprogramms statt. Für den Sonntagvormittag planen wir eine Abschlussrunde
mit Résumé ein.

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